ALS-Kongress - 07.05.2010

Nottuln - "Und das nach Wien!", freute sich am Freitagmorgen Klaus Schulte, Schulleiter der Nottulner Astrid-Lindgren-Schule, über den Besuch von rund 75 deutschen und österreichischen Kolleginnen und Kollegen. In der Aula der Schule eröffnete er offiziell das 13. Europatreffen der Astrid-Lindgren-Schulleitungen. Seit 1998 treffen sich die Schulleitungen und Kollegien der fast 200 Astrid-Lindgren-Schulen in Deutschland, Österreich und Schweden zum Gedankenaustausch.

Mit einer Projektwoche zum Thema "Buch" hatten sich die Nottulner Schüler auf das Treffen gut vorbereitet. Schulte dankte seinem Kollegium für die gute Vorbereitung mit den Kindern, Nottulner Unternehmen für die finanzielle und der Gemeinde für die organisatorische Unterstützung.

Schülerinnen und Schüler unterhielten die Gäste zusammen mit Rainer Schmitz-Linneweber und Kerstin Kaltmeyer (Gitarre) musikalisch und gaben dabei in fantasievollen Kostümen den Figuren aus Astrid Lindgrens Bücherwelt Gestalt. "Man sollte lieber mehr den Kindern zuhören, als lange Vorträge zu halten", schmunzelte danach Bürgermeister Peter Amadeus Schneider und fasste sich bei seiner Begrüßung der Gäste dann auch kurz. "Wir sind mächtig stolz, dass hier heute diese Veranstaltung ist", versicherte er der Pädagogenschar. Ebenso stolz sei die Gemeinde auf die Schule, in der der Name Programm sei, und auf das Kollegium.

Und was die Lehrerschaft der Astrid-Lindgren-Grundschule in der Projektwoche zusammen mit den Kindern auf die Beine gestellt hatte, davon konnten sich die Besucher anschließend in der Schule, in der gestern alle Türen für sie offen standen, überzeugen. Da war zu verschiedenen Büchern von Astrid Lindgren und Petra Fietzek, die gestern auch persönlich aus ihren Büchern "Wie Carlo es schaffte" und "Das vergessliche Gespenst" las, geschrieben, gemalt, gebastelt und am Computer gearbeitet worden.

Gelobt wurden die Mädchen und Jungen dafür auch von den Illustratorinnen Mechthild Weiling Becker und Gabi Cavelius, die es sich am Freitag auch nicht nehmen ließen, die Ergebnisse zu bewundern.

Die beiden ersten Klassen führten den Besuchern ein Erzähltheater zum "Drachen mit den roten Augen" vor. Eine Expertengruppe "Trecker" gab ihr Wissen an die Lehrer weiter und interviewte außerdem an diesem Tag Sachbuchautor Gisbert Strotdrees zu seiner Arbeit.

"Das könnten wir auch mal machen", sammelten die Gäste beim Betrachten der Schülerarbeiten einige Ideen für ihre eigene Schule.

Am Nachmittag stand dann für die Lehrerinnen und Lehrer der Fachvortrag "Lernen fördern - Leistung stärken" von Professorin Dr. Petra Hanke von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster auf dem Programm, ehe das Treffen am Abend gesellig in Münster ausklang.

VON MARITA STROTHE, NOTTULN
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